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Eileiterentzündung (Adnexitis)

Eileiter und Eierstock werden unter dem gemeinsamen Begriff Adnexe ( „Gebärmutteranhängsel” ) zusammengefasst. Sind diese entzündet, spricht man von einer Adnexitis.

Eine Adnexitis, eine Entzündung von Eileiter und Eierstock, entsteht meist als Folge einer Scheidenentzündung. Die Erkrankung beginnt mit starken Schmerzen im Unterbauch, Fieber und ausgeprägtem Krankheitsgefühl. Der Verlauf ist oft langwierig – es besteht die Gefahr der Unfruchtbarkeit. Wenn eine Eileiterentzündung schnell behandelt wird, können akute Komplikationen und der Wechsel in ein chronisches Stadium verhindert werden. Sind schon Komplikationen eingetreten oder ist die Adnexitis bereits chronisch, ist eine operative Therapie oft nicht mehr vermeidbar.

Eierstockzyste

Eine Eierstockzyste oder Ovarialzyste ist eine gutartige Geschwulst am Eierstock. Sie ist eine mit dünn- oder dickflüssigem Inhalt gefüllte Blase. Solche Zystenbildungen an den Eierstöcken können jede geschlechtsreife Frau betreffen. Am häufigsten zu beobachten sind sie auf Grund von hormonellen Veränderungen bei jungen Frauen, kurz nach der Pubertät, und bei Frauen vor den Wechseljahren. In fast allen Fällen handelt es sich um gutartiges Zystengewebe, das sich spontan wieder zurückbildet.

Eileiterschwangerschaft

Bei einer Eileiterschwangerschaft (Tubargravidität) nistet sich das Ei nach seiner Befruchtung nicht in der Gebärmutter (Uterus), sondern in der Schleimhaut des Eileiters (Tube) ein. Ursachen sind mechanische Hindernisse und funktionelle Störungen, die die Wanderung der Eizelle zur Gebärmutter beeinträchtigen.

Die ersten Anzeichen einer Eileiterschwangerschaft können denen einer normalen Schwangerschaft gleichen, wie z. B. Ausbleiben der Periode und Übelkeit. Auch der handelsübliche Schwangerschaftsschnelltest reagiert positiv. In der 6. bis 9. Woche setzen Unterleibsschmerzen und ungewöhnliche Schmierblutungen ein. Bleibt eine Eileiterschwangerschaft über diesen Zeitpunkt hinaus unbemerkt, kann es im fortgeschrittenen Stadium zum Reißen des Eileiters (Tubarruptur) und so zu einer lebensbedrohlichen Situation kommen.

Endometriose

Bei der Endometriose handelt es sich um gutartige, meist schmerzhafte Wucherungen von Gewebe der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium), das sich außerhalb der Gebärmutter in benachbarten Organen ansiedelt. Häufig betroffen sind: der untere Bauch- bzw. Beckenraum, die Eierstöcke und Eileiter und die tieferen Wandschichten der Gebärmutter betroffen.

Diese versprengten Endometrioseherde wachsen während des Monatszyklus analog zur Gebärmutterschleimhaut. Damit verbunden sind krampfartige Schmerzen sowie oft chronische Bauch- und Rückenschmerzen, die während des Menstruationszyklus auftreten. Da sie bei jeder Menstruation mitbluten, das Blut aber meist nicht abfließen kann, kommt es häufig parallel zur Bildung von Zysten.

So verschieden die Orte sind, an denen sich Endometrium ansiedelt, so unterschiedlich kann die Erkrankung ausgeprägt sein. Oft zeigen sich nur stecknadelkopfgroße Auflagerungen, doch es kann auch zur Entwicklung größerer, blutgefüllter Zysten kommen – allen voran an den Eierstöcken. Weiterhin können die Eileiter verkleben, in sehr ausgeprägten Fällen sind auch Verklebungen zwischen Gebärmutter, Eileitern, Eierstöcken, Harnblase und Darm möglich.

Die Erkrankung gilt als eine der wichtigsten Ursachen für weibliche Unfruchtbarkeit.

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