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Feigwarzen

Feigwarzen an den Genitalien werden durch humane Papillomviren HPV verursacht, die meist beim Geschlechtsverkehr durch direkten Haut- oder Schleimhautkontakt übertragen werden. Die Ansteckung und langjährige Infektion mit HPV ist auch für die Entstehung eines Zervixkarzinom (Gebärmutterhalskrebs) verantwortlich.

Eine Infektion mit HPV, die 80% aller sexuell aktiven Menschen betrifft, wird nur in sehr seltenen Fällen von Symptomen begleitet – die Betroffenen merken nichts von der Ansteckung. Meist heilen die Infektionen in einem Zeitraum von bis zu 2 Jahren ohne Therapie und ohne Folgen aus.

Inzwischen gibt es eine Impfung gegen Humane Papillomviren. Dadurch können Krebsvorstufen und damit Krebs am Gebärmutterhals wirksam verhindert werden.

Fluor vaginalis (Ausfluss)

Ein wenig Ausfluss (Fluor genitalis, Fluor vaginalis) aus der Scheide kommt bei jeder Frau vor. Die Sekretabsonderung ist Teil der normalen weiblichen Körperfunktion. Die Ausflussmenge ist von Frau zu Frau verschieden und verändert sich im Laufe des Zyklus. Vor dem Eisprung in der Mitte des Zyklus wird durch den Einfluss des weiblichen Sexualhormons Östrogen mehr Sekret produziert, dasselbe gilt vor dem Einsetzen der Regelblutung. Auch Stress oder Erregung können zu einem vermehrten Ausfluss führen.

Der normale Ausfluss ist weißlich und geruchlos und wird deshalb auch als Weißfluss (Fluor albus) bezeichnet. Das Sekret besteht aus einer Flüssigkeit des Gebärmutterhalses und der Schleimhautzellen der Scheide. Es schützt die Vagina vor Krankheitserregern und verhindert das Eindringen von Spermien in eine unvorbereitete Gebärmutter. Die Schutzfunktion entsteht in erster Linie durch eine große Anzahl an Milchsäurebakterien, die ein saures Milieu erzeugen und so Krankheitserreger an der Vermehrung hindern.

Wird dieses Milieu gestört, können Mikroorganismen wie Bakterien, Viren oder Pilze überhand nehmen und Scheidenentzündungen oder Geschlechtskrankheiten auslösen. Ein veränderter Ausfluss und Juckreiz sind die Symptome aller Scheidenentzündungen. Je nach Erreger nimmt der Ausfluss eine wässrige, schleimige, eitrige, schaumige, krümelige oder blutige Konsistenz an und ist unter Umständen durch einen strengen, fischartigen Geruch gekennzeichnet. In diesen Fällen ist eine ärztliche Untersuchung wichtig, um schwere Erkrankungen auszuschließen.

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