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Hämoglobin

In Erythrozyten enthaltener roter Blutfarbstoff, der den O2-Transport im Blut ermöglicht. Die Hämoglobin-Synthese benötigt genügend Eisenspiegel, blutbildende Vitamine und ausreichende Proteinversorgung. Normalwert: 12 bis 18 g% im Blut.

Harninkontinenz

Mit dem Begriff Harninkontinenz bezeichnet man den unwillkürlichen, das heißt unfreiwilligen, Verlust von Urin aufgrund unterschiedlicher Erkrankungen im Bereich der Harnblase und deren Verschlussmechanismen.

Der unfreiwillige Verlust von Urin kann vielfältige Ursachen haben. Dementsprechend unterscheidet man verschiedene Formen, wie die Stressinkontinenz, Urge- oder Dranginkontinenz, Reflexinkontinenz, Überlaufinkontinenz und die extraurethrale Inkontinenz.

Noch immer ist die Harninkontinenz für viele Betroffene ein Tabuthema, das, meist aus Scham, gar nicht oder nur sehr ungern mit dem Frauenarzt besprochen wird. Dabei ist die Erkrankung recht weit verbreitet: In Deutschland schätzt man die Zahl der betroffenen Frauen auf bis zu 15 Millionen. Das bedeutet, dass jede dritte bis vierte Frau irgendwann in ihrem Leben unter Harninkontinenz leidet.

Besonders häufig sind Schwangere, Übergewichtige oder Frauen mit schwacher Beckenbodenmuskulatur betroffen.

Durch eine Vielzahl von Behandlungsmethoden ist heutzutage oft eine Heilung, mindest aber eine deutliche Besserung möglich.

Harnwegsinfektion

Harnwegsinfektionen, auch Blasenentzündung oder Zystitis genannt, können die oberen und die unteren Harnwege betreffen, wobei letztere die Harnwegsinfektionen im klassischen Sinne darstellen. Zu den unteren Harnwegen zählen die Harnröhre und die Harnblase. Je nachdem, welches Organ von der Infektion betroffen ist, spricht man auch von Urethritis (Entzündung der Harnröhre) oder von Zystitis (Entzündung der Harnblase).

Häufigste Ursache für Harnwegsinfektionen ist die Verschleppung von Bakterien aus dem Darm zur Harnblase. Es können aber auch andere Erreger der Auslöser sein. Die typische Blasenentzündung äußert sich vor allem in häufigem Harndrang und Brennen beim Wasserlassen.

Eine untere Harnwegsinfektion lässt sich gut behandeln und heilt meist folgenlos aus.

Hepatitis B

Hepatitis B ist eine der häufigsten Infektionskrankheiten überhaupt. Zirka zwei Milliarden Menschen hatten bereits eine Hepatitis B-Infektion. Zwischen 300 und 420 Millionen Menschen sind mit dem Hepatitis B-Virus chronisch infiziert. Pro Jahr sterben etwa eine Million Menschen an den Folgen von Hepatitis B bedingter Leberzirrhose oder Leberkrebs.

In Deutschland infizieren sich schätzungsweise fünf bis acht Prozent der Bevölkerung im Laufe ihres Lebens mit dem Hepatitis B-Virus, davon sind bis zu 0,7 Prozent chronisch infiziert und damit Virusträger. Die Zahl der Überträger von Hepatitis B wird in Deutschland auf ca. 600.000 geschätzt. Pro Jahr kommt es zu 50-60.000 Neuerkrankungen – 2000 Infizierte sterben an der Erkrankung oder deren Folgen.

Das Hepatitis B verursachende Virus ist recht beständig gegenüber herkömmlichen Desinfektionsmitteln. Es erreicht insbesondere im Blut eines Menschen eine hohe Konzentration und kann daher durch winzige Verletzungen der Haut oder der Schleimhäute übertragen werden. Auch andere Körperflüssigkeiten, wie z. B. Speichel, Tränenflüssigkeit, Muttermilch oder Sperma, können für eine Übertragung verantwortlich sein. Das Hepatitis B-Virus ist hoch ansteckend und eine der häufigsten Infektionskrankheiten überhaupt.

Etwa 60 bis 70% der Neuerkrankungen in Deutschland erfolgen über Sexualkontakte. Einen hohen Anteil akuter Hepatitis B Erkrankungen findet man deshalb unter jungen Erwachsenen.

Herpes simplex

Infektion mit dem weltweit vorkommenden Herpes-simplex-Virus, welches vesikuläreLäsionen an Haut und Schleimhaut hervorruft und mit Rezidiven (wiederholter Krankheitsausbruch) verläuft, die durch Streß, UV-Licht und Menstruation ausgelöst werden können. Von der Lokalisation her unterscheidet man den oralen vom genitalen Herpes. Bei schlechter Abwehrlage kann sich als Komplikation eine Meningitis entwickeln.

Weitere Erkrankungen, die durch unterschiedliche Herpesviren hervorgerufen werden sind Windpocken, Gürtelrose und Pfeiffersches Drüsenfieber.

Hitzewallungen

Typische Wechseljahresbeschwerden sind Hitzewallungen, Schlafstörungen oder Scheidentrockenheit. Früher oder später kommen sie auf jede Frau zu: Die Wechseljahre. Der Beginn der zweiten Lebenshälfte wird daher entscheidend von den körperlichen und seelischen Veränderungen geprägt, welche diese hormonelle Umstellung des Körpers begleiten. Obwohl heutzutage alle Frauen in die Wechseljahre kommen und diese daher scheinbar keine Krankheit sind, hat der Zustand, in den viele Frauen durch den Verlust der Hormone – Botenstoffe geraten, häufig Krankheitswert. Etwa 60 bis 70% aller Frauen zwischen 45 und 54 Jahren leiden unter dem so genannten klimakterischen Syndrom: 90% dieser Betroffenen sind nervös und reizbar, 80% klagen über Erschöpfung und Leistungsabfall, 70% über Hitzewallungen bzw. Schweißausbrüche sowie depressive Verstimmungen. 60% stellen eine Gewichtszunahme fest. Schlafstörungen oder Gelenk und Muskelschmerzen treten bei etwa der Hälfte der Frauen auf, Herzbeschwerden und Darmträgheit bei 40%.

Wechseljahresbeschwerden müssen heutzutage nicht mehr als unabdingbares Schicksal durchlitten werden. Schon gar nicht sollten sie die Lebensqualität einschränken und die Bewältigung des Alltags zum Problem machen. Auch wenn Laien über Risiko und Nutzen einer so genannten Hormonersatztherapie regelmäßig diskutieren, ist sie doch zur Linderung der Symptome und zur Vorbeugung einiger ernst zu nehmender Krankheiten das Mittel der Wahl. Die Forschung hat in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht, so dass für jede Frau ein auf ihre Bedürfnisse abgestimmtes Präparat in geeigneter Dosierung zur Verfügung steht. Treten nur leichte Beschwerden auf, gibt es aber auch andere Maßnahmen, um den Alltag angenehmer zu gestalten.

HIV

Dabei steht HIV oder auch HI-Virus für Human Immunodeficiency Virus, was aus dem Englischen übersetzt „menschliches Immundefekt-Virus” bedeutet.

Das Virus schädigt das Immunsystem, indem es unter anderem bestimmte Zellen des Immunsystems, die so genannten T-Helferzellen befällt und sich in ihnen vermehrt. Wenn das Virus in den Körper gelangt, reagiert dieser mit einer Abwehrfunktion. Die dabei gebildeten Antikörper können das Virus allerdings nicht vernichten; die Infektion schreitet weiter fort.

Das HI-Virus wird in erster Linie bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr, mit einer erkrankten Person übertragen. Weitere Möglichkeiten sich anzustecken sind durch kontaminiertes Blut, verunreinigte Nadeln oder Spritzen. Auch erkrankte und unbehandelte Mütter können das Virus in der Schwangerschaft, bei der Geburt und beim Stillen an ihre Kinder weitergeben.

HPV

Feigwarzen an den Genitalien werden durch humane Papillomviren HPV verursacht, die meist beim Geschlechtsverkehr durch direkten Haut- oder Schleimhautkontakt übertragen werden. Die Ansteckung und langjährige Infektion mit HPV ist auch für die Entstehung eines Zervixkarzinom (Gebärmutterhalskrebs) verantwortlich.

Eine Infektion mit HPV, die 80% aller sexuell aktiven Menschen betrifft, wird nur in sehr seltenen Fällen von Symptomen begleitet – die Betroffenen merken nichts von der Ansteckung. Meist heilen die Infektionen in einem Zeitraum von bis zu 2 Jahren ohne Therapie und ohne Folgen aus.

Inzwischen gibt es eine Impfung gegen Humane Papillomviren. Dadurch können Krebsvorstufen und damit Krebs am Gebärmutterhals wirksam verhindert werden.

Hypomenorrhoe – Abgeschwächte Regelblutung

Eine Hypomenorrhoe liegt vor, wenn die Regelblutung schwach ist und der Blutverlust weniger als 25 Milliliter beträgt. Die Blutungsdauer ist dann oft auch auf ein bis zwei Tage oder gar nur wenige Stunden verkürzt. Häufig treten nur Schmierblutungen auf. Die Zyklusdauer ist bei der Hypomenorrhoe nicht unbedingt gestört. Sie tritt häufig bei Frauen zu Beginn der Wechseljahre oder (seltener) bei übergewichtigen Frauen auf.

Befindet sich die Frau kurz vor den oder zu Beginn der Wechseljahre kann eine Eierstocksschwäche zu Grunde liegen. Die Hormone werden dabei in geringerer Menge und über einen kürzeren Zeitraum gebildet. Das führt zu einem zu schwachen Aufbau der Gebärmutterschleimhaut, was in einer schwachen Regelblutung resultiert. Bei übergewichtigen Frauen kann die vom Körper hergestellte Menge an Hormonen zu gering sein, um einen normalen Zyklus aufrecht zu erhalten.

Als Folge einer Gestagen-Behandlung und nach Einlage der gestagenhaltigen „Spirale” kann es zu einem zu geringen Aufbau der Gebärmutterschleimhaut kommen. Auch nach einer Ausschabung der Gebärmutter kann sich in der Zeit bis zur Menstruationsblutung zu wenig Schleimhaut neu gebildet haben.

Hypermenorrhoe – Verstärkte Regelblutung

Die Hypermenorrhoe ist eine verstärkte Blutung. Der Blutverlust beträgt mehr als 150 Milliliter. Man spricht von einer Hypermenorrhoe, wenn täglich mehr als 5 Monatsbinden verbraucht werden oder ein Tampon in weniger als 2 Stunden vollgesogen ist und im Menstruationsblut größere Blutkoagula (Klümpchen) vorhanden sind.

Zu 80% werden solcherart verstärkte Regelblutungen durch organische Ursachen wie Myome, Endometriose, Eileiterentzündung oder Gebärmutterentzündung, Polypen, Gebärmutterkrebs oder die Spirale hervorgerufen. Aber auch Stress und andere Erkrankungen der inneren Organe wie Gerinnungsstörungen, Nieren- oder Leberinsuffizienz und Bluthochdruck können eine Hypermenorrhoe auslösen.

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