• bg

<< zurück zur Übersicht

Mammakarzinom

Beim Mammakarzinom, auch Brustkrebs genannt, handelt es sich um den häufigsten bösartigen Tumor bei der Frau. Er entsteht in der weiblichen Brustdrüse. Nur etwa ein Viertel der Tumoren in der Brust sind bösartig, sie heißen Karzinome. Die übrigen drei Viertel sind gutartig bzw. stellen Vorstufen einer möglichen Krebserkrankung dar und können mit einem operativen Eingriff entfernt und in der Regel dadurch geheilt werden.

In den meisten Fällen geht die Tumorbildung von den Milchdrüsen oder den Milchgängen der Brustdrüse aus. Der häufigste Brustkrebs ist der Milchgangskrebs. Darüber hinaus kommen weitere, seltene Krebserkrankungen der Brust vor.

Mastitis puerperalis (infektiöse Brustentzündung)

Diese Erkrankung tritt fast immer in den ersten drei Monaten nach der Geburt, vor allem in der zweiten bis dritten Woche auf.

Ganz überwiegend wird die Entzündung durch den bakteriellen Erreger Staphylococcus aureus verursacht, der durch kleinste Verletzungen an den Brustwarzen eintritt. Das Bakterium wird in der Regel aus dem Rachen- oder Nasenraum anderer Personen durch mangelnde Händehygiene übertragen. In seltenen Fällen bieten Pilzinfektionen an den Brustwarzen einen Nährboden für Entzündungen.

Symptome sind schmerzhafte, gerötete und überwärmte Gebiete der Brust, Fieber und Abgeschlagenheit.

Therapiert wird mit Bettruhe, ausreichender Flüssigkeitszufuhr für die Mutter sowie unterstützenden Maßnahmen wie bei einem Milchstau, um die Brust vollständig zu entleeren. Außerdem ist meist die Gabe von (entzündungshemmenden) Schmerzmitteln und Antibiotika angezeigt.

Mastodynie

Schmerzen, Spannungsgefühle und Berührungsempfindlichkeit der Brust werden als Mastodynie bezeichnet. Diese Beschwerden können verschiedene Ursachen haben. Meistens hängen sie mit den ganz normalen hormonellen Veränderungen im Laufe des weiblichen Zyklus zusammen, wodurch es in der letzten Zyklusphase zu vermehrten Flüssigkeitseinlagerungen kommen kann. Manche Frauen empfinden zu diesem Zeitpunkt mehr oder minder starke Schmerzen in ihren Brüsten. Die hormonbedingte Flüssigkeitseinlagerung und Volumenzunahme ist nicht bei allen Frauen gleich. Dies wird auf eine unterschiedliche Empfindlichkeit der hormonellen Empfängermoleküle (Rezeptoren) in der Brust zurückgeführt. Zudem bilden Frauen auch unterschiedliche Mengen an weiblichen Hormonen, die das Ausmaß der Flüssigkeitseinlagerungen bestimmen.

Die Mastodynie kann auch ein Symptom einer anderen gutartigen Brusterkrankung, der Mastopathie sein.

Mastopathie

Mastopathie ist eine gutartige Veränderung der Brust, die im gebärfähigen Alter auftritt. Die Brust zeigt hierbei verschiedene Formen von Veränderungen, die sich in Schwellungen, Knoten, Zysten und schmerzhaften Beschwerden äußern können. Beim Abtasten der Brust lassen sich kirschkerngroße, gut abgrenzbare, verschiebbare Knoten feststellen, häufig ist die Brust berührungsempfindlich. In seltenen Fällen kann aus der Brustwarze Flüssigkeit austreten. Diese Veränderungen kommen fast immer in beiden Brüsten vor.

Für die Entstehung der Mastopathie ist eine hormonelle Fehlsteuerung, genauer ein Überschuss von Östrogen bei gleichzeitigem Mangel an Progesteron verantwortlich. Ein Überschuss an Östrogen im Gewebe kann stellenweise eine Art Entzündungsreaktion hervorrufen.
Auf Grund des erhöhten Östrogenspiegels kommt es etwa eine Woche vor der Menstruation zu schmerzhaften Schwellungen der Brust. Die Schmerzen können hierbei bis in die Achselregion ausstrahlen. Im Unterschied zum Fibroadenom handelt es sich hierbei aber nicht um echte, neugebildete Geschwulste (Tumoren). Mit dem Einsetzen der Wechseljahre enden die Beschwerden und die mastopathischen Veränderungen bilden sich meist zurück.

Wenn bei der Mastopathie die Drüsenzellen besonders wachsen, können sie auch vermehrt Flüssigkeit produzieren. Als Folge entstehen dann häufig viele kleine Zysten in dem Drüsenläppchen. Diese Form der Erkrankung nennt man „zystische Mastopathie”. Ist vorrangig das Bindegewebe von übermäßigem Wachstum betroffen spricht man von einer „fibrösen Mastopathie”. Am häufigsten ist die Kombination aus beiden Formen, die so genannte „fibrös-zystische Mastopathie”. Fast jede Frau zwischen 35 und 55 Jahren ist mehr oder weniger von diesen Veränderungen betroffen. Auch die Beschwerden äußern sich von Frau zu Frau ganz unterschiedlich.

Menopause

Früher oder später betreffen sie jede Frau zu: die Wechseljahre, das heißt die hormonelle Umstellung des Körpers. Der Beginn der zweiten Lebenshälfte wird entscheidend von den körperlichen und seelischen Veränderungen geprägt, die diese hormonelle Umstellung begleiten. Obwohl die Wechseljahre keine Krankheit sind, hat der Zustand, in den viele Frauen durch die Hormonumstellung geraten, oft Krankheitswert. 60 bis 70% aller Frauen zwischen 45 und 54 Jahren leiden unter dem so genannten klimakterischen Syndrom: 90% dieser Betroffenen sind nervös und reizbar, 80% klagen über Erschöpfung und Leistungsabfall, 70% über Hitzewallungen bzw. Schweißausbrüche sowie depressive Verstimmungen. 60% stellen eine Gewichtszunahme fest. Schlafstörungen oder Gelenk- und Muskelschmerzen treten bei etwa der Hälfte der Frauen auf, Herzbeschwerden und Darmträgheit bei 40%.

Wechseljahresbeschwerden müssen heutzutage nicht mehr als unabdingbares Schicksal durchlitten werden. Schon gar nicht sollten sie die Lebensqualität einschränken und die Bewältigung des Alltags zum Problem machen. Die Forschung hat in den letzten Jahren im Feld der Hormonersatztherapie große Fortschritte gemacht, so dass für jede Frau ein auf ihre Bedürfnisse abgestimmtes Präparat in geeigneter Dosierung zur Verfügung steht. Treten nur leichte Beschwerden auf, gibt es genügend andere Maßnahmen, um den Alltag angenehmer zu gestalten.

Myom

Myome sind Wucherungen, die in der Muskelschicht der Gebärmutter (Myometrium) auftreten. Sie sind die häufigsten gutartigen Tumore des weiblichen Genitaltrakts und können sich bei jeder Frau entwickeln – in Europa ist jede vierte bis sechste Frau im gebärfähigen Alter davon betroffen. Die gutartigen Tumore sind zwar nicht gefährlich, können aber die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen.

Myome – gutartige Tumore der Muskelschicht der GebärmutterMeist entwickeln sie sich zwischen dem 35. und 50. Lebensjahr. Sie können entweder als einzelne Knoten auftreten oder zahlreich in der Gebärmutter­wand liegen – Mediziner sprechen dann von einem Uterus myomatosus. Die Größe eines Myoms kann variieren, manche wachsen bis zu 20 Zentimetern an und können eine Schwangerschaft im 5. Monat vortäuschen.

Etwa ein Viertel der betroffenen Frauen kann mit einem Myom beschwerdefrei leben – bei ihnen ist keine Behandlung nötig. Bei den Übrigen treten am häufigsten Blutungs­störun­gen wie eine starke, lang anhaltende Monatsblutung oder Zwischenblutungen auf. Seltener klagen Myomträgerinnen über Schmerzen im Unterbauchbereich, Druck auf die Blase, häufigen Harndrang, Verstopfung, Kreuzschmerzen oder Beschwerden beim Geschlechts­verkehr. Diese Symptome entstehen, wenn das Myom durch sein Wachstum auf benachbarte Organe oder Nervenendigungen drückt und ihre Funktion beeinträchtigt. Dadurch kann es zu Folgeerkrankungen wie einem Harnwegsinfekt oder einer Blutarmut (Anämie) kommen.

Wenn deutliche Beschwerden auftreten, können Myome mittels unterschiedlicher Methoden behandelt werden. Die Art der Therapie hängt von den Symptomen, der Größe und Lage des Myoms, dem Alter der Frau und ihrer Familienplanung ab.

Für schwangere Frauen stellt ein Myom manchmal ein Problem dar. Ob Beschwerden während der Schwangerschaft auftreten, ist im Einzelfall unterschiedlich. Grundsätzlich stimuliert eine Schwangerschaft aber das Wachstum von Myomen durch die vermehrte Hormonproduktion, so dass vorher beschwerdefreie Myome Probleme verursachen können. Studien belegen, dass Fehl- und Frühgeburten bei schwangeren Myom­träger­innen häufiger vorkommen als bei anderen Frauen. Wie und ob ein Myom bei einer schwangeren Frau behandelt werden muss, ist jedoch mit dem Frauenarzt zu klären.

<< zurück zur Übersicht