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Osteoporose

Die Osteoporose umgangssprachlich als Knochenschwund bezeichnet. Es handelt sich um eine Stoffwechselerkrankung der Knochen, bei der das Verhältnis von Knochenaufbau und Knochenabbau gestört ist. In Deutschland leiden etwa 5 bis 7 Millionen Menschen an Osteoporose. Normalerweise wird das Skelett zeitlebens umgebaut: Während der Wachstumsphase in der Pubertät und bis etwa zum 35. Lebensjahr überwiegt die Knochenneubildung. Zu diesem Zeitpunkt ist die größte Knochendichte erreicht. Danach überwiegt der Knochenabbau. Der Verlust beträgt pro Jahr normalerweise zwischen 0,5 und 1%. Bei Osteoporose-Kranken liegt er höher, im schweren Fällen sogar bei bis zu 6% Knochenmasseverlust pro Jahr.

Der Knochen erhält seine Stabilität durch eingelagerte Kalzium- und Phosphatverbindungen. Gleichzeitig enthalten Knochen sowohl Knochenaufbau-, als auch Knochenabbauzellen, die durch verschiedene Hormone gesteuert werden, und für den lebenslangen Umbau des Knochengewebes verantwortlich sind. Vitamin D und das Schilddrüsenhormon Kalzitonin veranlassen den Knochen dazu, Kalzium einzulagern. Das Parathormon aus der Nebenschilddrüse dagegen löst es aus den Knochen heraus. Die Bildung dieser Hormone wird wiederum durch die Geschlechtshormone Östrogen und Testosteron, aber auch andere Faktoren, beeinflusst.

Die Betroffenen leiden unter chronischen Schmerzen, vermehrten Knochenbrüchen und erzwungener Bewegungsarmut, die in fortgeschrittenem Stadium mit einer erheblichen Einschränkung der Lebensqualität einhergehen kann. Mit dem Alter steigt die Gefahr, durch osteoporosebedingte Knochenbrüche pflegebedürftig zu werden. In Deutschland leidet jede dritte Frau nach den Wechseljahren und jeder fünfte Mann an Osteoporose. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Osteoporose zu einer der zehn wichtigsten Volkskrankheiten erklärt. Da die Krankheit jedoch über lange Zeit unbemerkt bleiben kann, wird sie nur bei etwa bei einem Viertel der Betroffenen rechtzeitig erkannt und behandelt.

Vom Knochenschwund sind vermehrt Menschen ab dem 40. Lebensjahr betroffen. Die Krankheit kann sich aber auch bereits in jüngeren Jahren bemerkbar machen. Mediziner unterscheiden zwei Formen der Osteoporose: die primäre Form, die nach den Wechseljahren (postklimakterische Osteoporose) oder im Alter auftritt (Altersosteoporose) und die sekundäre Form, die eine Folge von Erkrankungen wie Diabetes, einer Schilddrüsenüberfunktion oder Rheuma darstellt.

Östrogene

Weibliche Steroidhormone, welche vor allem im Follikel, gebildet werden. Während der Schwangerschaft werden sie auch in der Plazenta produziert und erreichen dann hundertfach höhere Blutspiegel. Ihre Wirkung hat anabole und bei Männern ver- weiblichende Anteile. Ausgeschieden werden Östrogene nach Abbau in der Leber als Glukuronide (wasserlöslich gemachte Stoffe) über die Nieren.

Ovarialzyste

Eine Ovarialzyste oder Eierstockzyste ist eine gutartige Geschwulst am Eierstock. Eine Eierstock- bzw. Ovarialzyste ist eine mit dünn- oder dickflüssigem Inhalt gefüllte Blase. Solche Zystenbildungen an den Eierstöcken können jede geschlechtsreife Frau betreffen. Am häufigsten zu beobachten sind sie auf Grund von hormonellen Veränderungen bei jungen Frauen, kurz nach der Pubertät, und bei Frauen vor den Wechseljahren. In etwa 98% der Fälle handelt es sich um gutartiges Zystengewebe, das sich spontan wieder zurückbildet. Bei Frauen ab dem 40. Lebensjahr sollte jedoch auch an eine mögliche bösartige Entwicklung gedacht werden.

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