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Polyzystischen Ovarien Syndrom (PCO)

Dieses Syndrom ist durch den Symptomkomplex Amenorrhö, Adipositas (Übergewichtigkeit) sowie das Auftreten eines männlichen Behaarungstyps (Hirsutismus) gekennzeichnet. Manche Patientinnen leiden neben einer Behaarung der Brust, der Oberschenkel und einem Bartwuchs unter typischen männlichen Kennzeichen. Auffällig sind eine tiefe Stimme, Glatzenbildung, unterentwickelten Brüsten und eine übergroße Klitoris. Oft liegt auch unreine Haut und eine ausgeprägte Akne vor.

Das Ausmaß der Veränderungen ist sehr unterschiedlich und reicht von kaum merkbar bis sehr ausgeprägt.

Im Blut ist die Konzentration des Hormons LH dauerhaft erhöht, des FSHs ist normal bis erniedrigt. Zugleich findet sich ein hoher Spiegel für Testosteron und Androstendion; Hormone die normalerweise für die Entwicklung des männlichen Individuums von ausschlaggebender Bedeutung sind. Die Ovarien (Eierstöcke) zeigen eine große Variationsbreite, sie können völlig unauffällig, oder von Zysten durchsetzt sein.

Die Therapie richtet sich nach den Bedürfnissen und Beschwerden der Patientin. Besteht kein Kinderwunsch kann die erhöhte Produktion der Androgene (männl. Geschlechtshormone) durch Einnahme von Ovulationshemmern („Pille”) und/oder durch Glukokortikoide (Cortison) gehemmt werden. Bei vorhandenem Kinderwunsch bestehen Therapiemöglichkeiten mit diversen Medikamenten und Hormonen, die eine Ovulation (Eisprung) auslösen. Dazu gehört z. B. Clomifen, welches die körpereigene Bildung von FSH und LH stimuliert. Als Nebenwirkung können allerdings eine Überstimulation der Ovarien mit Zystenbildung und krankhaften Flüssigkeitsansammlungen in der Bauchhöhle (Aszites) auftreten. Das Hormon FSH kann ebenfalls von außen zugeführt werden. Grundsätzlich ist die Therapie sehr langwierig, und sollte bei Erfolglosigkeit nach einem Jahr überdacht werden. Kosmetische Therapien wie Rasur und Epilation sind oft ergänzend nötig.

Prämenstruelles Syndrom (PMS) Was ist das Prämenstruelle Syndrom

Ein Großteil der Frauen leidet mehr oder weniger unter dem Prämenstruellen Syndrom (PMS) Ein Großteil der Frauen leidet mehr oder weniger unter dem Prämenstruellen Syndrom (PMS) Die Tage vor den Tagen können eine ganze Vielzahl von körperlichen und psychischen Beschwerden verursachen, wie etwa Schmerzen, Abgeschlagenheit, Ödeme, Reizbarkeit, Depressionen, Überempfindlichkeit, um nur einige Beispiele zu nennen. Deshalb spricht man auch vom „prämenstruellen Syndrom”, kurz PMS, das zu den häufigsten gynäkologischen Beschwerdebildern gehört. Bei Frauen, die unter einer besonders starken Form des PMS leiden, wird das komplexe Beschwerdebild auch als prämenstruelle dysphorische Störung (PMDS) bezeichnet.

Denn der weibliche Zyklus bestimmt mit seinem Auf und Ab der Hormone nicht nur allmonatlich über fruchtbare und unfruchtbare Tage. Er führt oft auch zu Schwankungen im körperlichen und seelischen Befinden – was die Tage vor den Tagen für immerhin zwei Drittel aller Frauen im gebärfähigen Alter nicht zu den besten macht. Regelmäßig vor Beginn der Menstruationsblutung belastet sie ein ganzer Komplex von Beschwerden. Eine Palette von mehr als 150 Symptomen, die unterschiedlich oft und intensiv, jedoch stets in der zweiten Zyklushälfte auftreten. Sie beginnen zehn bis 14 Tage vor der Menstruation, verschlimmern sich meist zunehmend, um dann am ersten oder zweiten Tag der Blutung wieder zu verschwinden. Während ihrer gebärfähigen Zeit klagen drei Viertel aller Frauen über prämenstruelle Beschwerden. Etwa 25% dieser Frauen leiden am PMS und bei etwa 5% sind die Beeinträchtigungen so schwerwiegend, dass die Lebensqualität der Betroffenen erheblich eingeschränkt ist.

PMS tritt bevorzugt bei Frauen über 30 auf. In einigen Fällen können die Symptome so stark sein, dass sie zeitweilig zu Arbeitsunfähigkeit führen und die sozialen, familiären und geschäftlichen Beziehungen extrem belasten. Frauen mit PMS sind mitunter einem erheblichen Leidensdruck ausgesetzt, der nicht einfach hingenommen werden sollte. Therapeutische Ansätze reichen dabei von hormonellen über medikamentöse bis hin zu psychotherapeutischen Behandlungen.

Präeklampsie

Präeklampsie ist eine nur in der Schwangerschaft auftretende Erkrankung, die durch erhöhten Blutdruck (Hypertonie), vermehrte Eiweißausscheidung im Urin (Proteinurie) und Wassereinlagerungen (Ödeme) gekennzeichnet ist . Eine Präeklampsie zeigt sich erst in der zweiten Schwangerschaftshälfte; nur selten kommt die Erkrankung vor der 20. Schwangerschaftswoche vor. Die Präeklampsie zählt zu den so genannten späten Schwangerschaftsvergiftungen. Dieser Begriff wurde zunächst gewählt, da man bei diesen Erkrankungen von einer Vergiftung des Körpers ausging. Diese Vermutung hat sich nicht bestätigt. Bis heute sind die Ursachen, die zu den verschiedenen Krankheitsbildern einer Gestose führen, nicht geklärt.

Vermutlich geht die Erkrankung jedoch auf eine Überbelastung des mütterlichen Organismus durch die Schwangerschaft zurück. Die Unklarheit in Bezug auf die Entstehung der Krankheit spiegelt sich auch in der unterschiedlichen Namensgebung wieder. Für die Erkrankung sind die folgenden Begriffe geläufig:

schwangerschaftsbedingter Bluthochdruck (Fachbegriff: schwangerschaftsinduzierte Hypertonie (Abkürzung: SIH)) oder hypertensive Erkrankung in der Schwangerschaft (Abkürzung: HES) – nach dem häufig auftretenden Symptom des Bluthochdrucks. Inzwischen wird der Hochdruck jedoch von einigen Experten als Sekundärphänomen betrachtet, auf das bislang ein zu großes Augenmerk gerichtet wurde. präeklamptische Toxämie (Abkürzung: PET) oder Toxikose – darin findet sich der veraltete Begriff der Vergiftung. Gestose, auch EPH-Gestose – nach den Leitsymptomen Ödem (engl. edema), Proteinurie und Hypertonie. Diese Bezeichnung ist jedoch umstritten, da Ödeme auch bei gesunden Schwangeren häufig auftreten.

Die Krankheit ist gekennzeichnet durch einen zu hohen Blutdruck (Hypertonie) und eine erhöhte Ausscheidung von Eiweiß über den Harn (Proteinurie). Meist leiden die Frauen auch unter vermehrter Flüssigkeitseinlagerung und dadurch bedingtes Anschwellen des Gewebes (Ödeme).

Diese Symptome treten jedoch nicht allein bei einer Präeklampsie auf. Viele der Beschwerden sind im Allgemeinen schwangerschaftstypisch. Ein erhöhter Blutdruck ist bei ungefähr 10% aller Schwangeren feststellbar und ca. 80% der Frauen leiden am Ende der Schwangerschaft unter vermehrten Flüssigkeitseinlagerungen im Gewebe – auch ohne vorliegende Präeklampsie. Vorsicht ist immer dann geboten, wenn mehrere der Symptome zusammen auftreten. Die Schwangerschaftsroutine-Untersuchungen sind so ausgelegt, dass eine auftretende Präeklampsie anhand der gemessenen Werte festgestellt werden kann. Weist die Schwangere Risikofaktoren für die Erkrankung auf, sollte besonders gut (engmaschig) überwacht werden.

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