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Rubella (Röteln)

Röteln zählen zu den am meisten gefürchteten Infektionen während einer Schwangerschaft. Sie werden durch ein Virus hervorgerufen, das die Organe des ungeborenen Kindes (Embryo) sehr stark schädigen kann. Steckt sich eine werdende Mutter mit Röteln an, so endet die Schwangerschaft oft frühzeitig durch eine Fehlgeburt, die Neugeborenen haben zum Teil schwere Behinderungen und sterben früh. Eine Schädigung des Kindes durch die Rötelninfektion im Mutterleib wird als Rötelnembryopathie bezeichnet. Die Behinderung des Kindes ist umso schwerwiegender, je früher in der Schwangerschaft die Rötelninfektion auftritt. In der zweiten bis sechsten Schwangerschaftswoche werden mehr als die Hälfte der Kinder geschädigt, in der siebten bis zwölften Woche betrifft es ungefähr jedes vierte Kind, in der 13. bis 17. Schwangerschaftswoche jedes zehnte Kind.
Rötelnimpfung seit 1974

Nachdem 1974 in Deutschland die Rötelnimpfung eingeführt wurde, sind Röteln selten geworden. Über 90% der Erwachsenen besitzen heute Antikörper gegen das Virus. Doch von den 18- bis 30-jährigen Frauen sind zu viele nicht durch Antikörper geschützt. Deswegen kommt es immer noch zu Rötelnerkrankungen in der Schwangerschaft. Besondere Gefährdungen für schwangere Frauen ohne schützende Antikörper gehen von nicht geimpften Vorschulkindern sowie von Männern ohne Rötelnschutz aus.

Eine bundesweite Meldepflicht für Röteln gibt es nach dem Infektionsschutzgesetz in Deutschland nicht. Jedoch müssen Ärzte und Labore in den neuen Bundesländern seit 2001 Rötelninfektionen melden. In den Jahren 2001, 2002 und 2003 wurde je ein Fall von Rötelnembryopathie angegeben. Vermutlich liegt die wirkliche Zahl jedoch höher, weil nur erkennbar geschädigte Neugeborene gemeldet werden. Treten Folgen einer Embryopathie erst Jahre später auf, werden diese wahrscheinlich nicht registriert. Damit keine ungeborenen Kinder mehr durch Röteln in der Schwangerschaft gefährdet werden können, sollen nach den Vorstellungen der WHO die Röteln weltweit ausgerottet. Um dieses Ziel zu erreichen, müssten über 95% aller Kinder im zweiten Lebensjahr, d. h. Mädchen und Jungen, im Rahmen der Masern-Mumps-Kombinationsimpfung auch zweimal gegen Röteln geimpft werden.

Rekonvaleszenz

Genesung, Gesundung; die Phase vom akuten Beginn der Krankheit bis zur vollkommenen Genesung. Die Rekonvaleszenz kann sich durch weitere Infekte, Mangelernährung und fehlende Ruhe verlängern.

Resektion

Die chirurgische Entfernung eines Organteils, im Gegensatz zur völligen Entfernung des Organs, die man als Exstirpation bezeichnet.

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