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Zervixkarzinom

Der Gebärmutterhals ist die Verbindung zwischen dem unteren Teil der Gebärmutter und der Scheide. Dort kann eine Krebserkrankung, das so genannte Zervixkarzinom, auftreten. Voraussetzung für die Entstehung eines Zervixkarzinoms ist eine Ansteckung und langjährige Infektion mit bestimmten krebsauslösenden Humanen Papillomviren (HPV). Inzwischen kann man sich gegen zwei gefährliche Typen der HP-Viren impfen lassen, und dadurch das Risiko für Gebärmutterhalskrebs deutlich reduzieren.

Jährlich erkranken weltweit etwa 500.000 Frauen an Gebärmutterhalskrebs. Rund 350.000 sterben daran – vor allem in den Entwicklungsländern. Der Grund dafür ist, dass in armen Ländern die effektive Früherkennungsuntersuchung, der so genannte Pap-Abstrich, zu selten oder gar nicht durchgeführt wird.

PAP-Abstrich: Bestandteil der jährlichen Krebsfrüherkennung PAP-Abstrich: Bestandteil der jährlichen Krebsfrüherkennung
In Deutschland gibt es ein Früherkennungsprogramm doch nur etwa jede zweite Frau nimmt regelmäßig daran teil. Jährlich erkranken hier ca. 6000 Frauen neu an Gebärmutterhalskrebs – etwa 2000 sterben pro Jahr an seinen Folgen. 80% der Krebserkrankungen des Gebärmutterhalses treten bei Frauen auf, die in den letzten Jahren die Früherkennungs-Untersuchung nicht wahrgenommen haben.

Zytomegalie (Cytomegalie)

Das Cytomegalievirus (CMV) stammt aus der Familie der Herpesviren
Eine Cytomegalie (auch Zytomegalie) ist eine Erkrankung, die durch eine Infektion mit dem Cytomegalovirus (auch Cytomegalievirus genannt, abgekürzt CMV) verursacht wird.

Der Name, der sich aus den griechischen Begriffen kytos = Zelle und megalo = groß ableitet, beschreibt die charakteristische Wirkung des Virus: Die Vergrößerung der infizierten menschlichen Zellen. Die deutsche Bezeichnung Einschlusskörperchenkrankheit deutet ebenfalls auf die krankhafte Zellveränderung durch das Virus hin.

Wie alle Herpesviren verbleibt das Cytomegalovirus nach der ersten Infektion lebenslang im Körper. Diese verläuft bei Menschen mit stabilem Immunsystem in den meisten Fällen mild oder vollkommen unbemerkt.

Allerdings sind die Gefahren einer Cytomegalie während einer Schwangerschaft für das Ungeborene bzw. Neugeborene wenig bekannt bzw. weithin unterschätzt. So ist ein CMV-Test während der Mutterschaft bislang nicht obligatorisch, die Kosten werden von den Krankenkassen nicht übernommen.

Die Infektion kann sich bei den betroffenen Kindern beispielsweise mit einer Vergrößerung von Leber und Milz, Blutarmut, Blindheit oder Taubheit, vermindertem Kopfumfang, Verkalkungen im Gehirn und Entwicklungsverzögerungen auswirken.

Außerdem können Erwachsene mit einem geschwächten Immunsystem – beispielsweise nach Organtransplantationen, Tumorerkrankungen oder Infektion mit dem AIDS-Virus – einen schweren Krankheitsverlauf erleiden. Nach Organtransplantationen wird bei mehr als der Hälfte der Patienten eine Vermehrung des Virus im Blut festgestellt.

Häufig werden Lunge, Leber, Augen und der Magen-Darm-Trakt in Mitleidenschaft gezogen. Ist das Abwehrsystem hochgradig geschwächt, muss sogar mit einem tödlichen Verlauf gerechnet werden.

Eine Erstinfektion während der Schwangerschaft ist problematisch
1 bis 2% aller Frauen infiziert sich während der Schwangerschaft das erste Mal mit dem Cytomegalovirus. 1 bis 2% der werdenden Mütter, die das Virus bereits in sich tragen, machen eine erneue Infektion durch. In nahezu der Hälfte der Fälle geht die Erstinfektion von der Mutter auf das Kind über. Etwa 30% dieser Babys kommen mit Krankheitsanzeichen auf die Welt, bei weiteren werden Spätfolgen festgestellt.

Zyste

Durch eine Kapsel abgeschlossene, sackartige Geschwulst mit dünn- oder dickflüssigem Inhalt.

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